19.04.2018 / Sport / Seite 16

Der Musterverein

Türkiyemspor Berlin: Deutschlands bekanntester migrantischer Fußballklub feiert sein 40jähriges Jubiläum

Oliver Rast

Lars Mrosko, 40, Trainer von Türkiyemspor Berlin, springt aus seinem Klappstuhl am Spielfeldrand, seine Stimme überschlägt sich fast: »Maaan, geht doch mal entgegen!« Rückstand, 1:2, kurz vor der Halbzeitpause im heimischen Stadion in Kreuzberg. Bis 2010 hieß es Katzbachstadion (nach einer Schlacht in Schlesien gegen Napoleon), nun heißt es Willy-Kressmann-Stadion (nach einem früheren SPD-Bezirksbürgermeister ).

Es ist der 8. April, ein sonniger Sonntag, 21. Spieltag in der ersten Staffel der siebtklassigen Landesliga gegen den Lichtenrader BC aus dem südlichsten Zipfel des alten Westberlin. Ein Unterklassen-Kick für die Kreuzberger – aber das war nicht immer so.

Rückblende: Fußballbegeisterte Jungs aus türkischen Einwandererfamilien bolzten mitten in SO 36 (benannt nach der alten Postleitzahl) auf dem Mariannenplatz vor dem ehemaligen Krankenhaus Bethanien. Der Freundeskreis gab sich den Namen »Kreuzberg Gençler Birliği« (Kreuzberger Jugendunion). Das wa...

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