18.04.2018 / Inland / Seite 5

Diskriminierung gerichtlich überprüfbar

Kirchliche Unternehmen dürfen von Bewerbern nicht grundsätzlich Konfessionszugehörigkeit fordern

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat am Dienstag ein Grundsatzurteil verkündet, das für kirchliche Unternehmen in der BRD erhebliche Auswirkungen haben könnte. Demnach dürfen diese Firmen nicht mehr bei jeder zu besetzenden Stelle eine Religionszugehörigkeit von Bewerbern fordern. Zur Bedingung darf die Zugehörigkeit zu einer Konfession nur dann gemacht werden, wenn dies für die Tätigkeit »objektiv geboten« ist und die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt. Gerichte müssten im Zweifelsfall prüfen können, ob dies der Fall sei.

In dem konkreten Fall hatte das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung in einer Stellenausschreibung für eine befristete Referentenstelle die Zugehörigkeit zu einer protestantischen Kirche gefordert. Bewerber sollten dies in ihrem Lebenslauf angeben. Eine konfessionslose Bewerberin wurde nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) verlangt von Mitarbeitern »grundsätzlich...

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