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14.11.2002 / Feuilleton / Seite 13

Frikadelle bunt

Volksbühnen-Premiere: Castorf digitalisiert Bulgakows »Meister und Margarita«

Hein Gothe / Christoph Woldt

Hinter der Leinwand verschwinden die Schauspieler. Vier Gänge zur Rampe, das Publikum hat gezahlt. Frank Castorf schlurft mit der Kamera aufs Klo. Die Bilder schickt er ins große Haus. Nach zwölf Jahren spielt die Volksbühne Berlin wieder Michail Bulgakows »Der Meister und Margarita«.

Goethes Teufel erschien im Glanz rußender Lichter der Metternich-Zeit. Mephisto ließ Deiche aufhäufen, Geld schöpfen und Frauen vernichten. Michail Bulgakow materialisierte den Teufel als letzte Rettung in Moskau. Eine irrationale Macht als absurde Waffe gegen Stalins Bürokratie, Jesus der Zweite rettet als schwarzer Richter Gerechtigkeit und Revolution. Zwanzig Jahre nach ihr, zwischen Zensur und Hoffnung auf Stalins mildes Lächeln, träumte Bulgakow immer noch vom guten Ende und erfüllter Liebe. Die Jesus-Geschichte wollte er umschreiben, das Leid der grausamen Kirche verhindern. Er empfahl die Nähe von Jesus und Lenin.

Sein Teufel Voland sagt zwei Dichtern Zukunft v...



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