17.04.2018 / Feuilleton / Seite 11

Tief im Kosmos

Eine Reise im Sessel durch den Raum: Tangerine Dream spielten in Dresden

Thomas Behlert

Es war schon eigenartig, da geht man Samstag abend zu einer Band, die nun gar nichts mit Rock ’n’ Roll zu tun hat, drückt sich ganz tief in die Sessel des Dresdner Kulturpalastes, stiert über 140 Minuten nur auf drei sich kaum bewegende Musiker und wechselnde Filmchen und findet das trotzdem alles verrückt, wahnsinnig genial und hoch musikalisch.

Tangerine Dream gibt es immer noch, seit über 50 Jahren. Die Band hat sogar ihren Gründer Edgar Froese überlebt. Vor langer Zeit, im alten Westberlin, griff er gemeinsam mit Klaus Schulze und Conny Schnitzler in die Tasten, sie waren Pioniere am Synthesizer, international bekannter als zu Hause. Ihre Alben »Phaedra«, »Rubycon«, »Atem« und »Zeit« waren wegweisend. Es war Spacerock, aber auch Krautrock, durchaus funky, mit »einem Hang zu bisweilen etwas schwermütigen Elektronikträumen« (Ingeborg Schober). Eine Mixtur aus klassischer Trag...

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