17.04.2018 / Feuilleton / Seite 11

Die Hawaiischaukel anschubsen

Barfuß und so laut wie gerade nötig: Tom Liwa gab in Berlin ein fast privates, aber doch öffentliches Sonntagskonzert

Kristof Schreuf

Am Sonntag nachmittag wollen Menschen, die in der Storkower Straße in Berlin-Prenzlauer Berg leben, nichts als wohnen und in Ruhe gelassen werden. Die an Straßenlaternen aufgehängten Plakate »Freaks – die Show« und »Dinosaurier – Erlebnispark« versprechen zwar aufregende Veranstaltungen, aber nur in anderen Stadtteilen. Die wenigen Fußgänger bewegen sich hier mit fliehendem Blick und so hastig, als verstießen sie mit jedem ihrer Schritte gegen ein Bewegungsverbot.

In der abgehenden Kniprodestraße ist überhaupt niemand unterwegs. Kein menschliches Wesen lenkt den Blick von den Hochhäusern ab. Eine wortlos gereizte Gegend, die man hinter sich lässt, wer in den kleinen Stedingerweg einbiegt. An dessen Ende hat sich der Architekt Andreas Klockmann ein Haus im Stil Mies van der Rohes mit verglastem Boden und variablen Nutzflächen gebaut. Links von dem dahinter liegenden Garten kommen Familien während ihres Sonntagspaziergangs vorbei. Von rechts dringen begeist...

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