17.04.2018 / Ausland / Seite 6

Sondierung gescheitert

In Italien verzögert sich Regierungsbildung. Staatspräsident will warten

Gerhard Feldbauer

In Rom ist am Freitag die zweite, einwöchige Sondierung zur Bildung einer Regierung ergebnislos zu Ende gegangen. Sie scheiterte daran, dass der Chef der rassistischen Lega, Matteo Salvini, und Luigi Di Maio von der rechten »Fünf-Sterne-Bewegung« (M5S) den Posten des Premierministers für sich beanspruchten.

Di Maio pochte darauf, dass seine M5S bei den Wahlen im März mit 32 Prozent die stärkste Partei geworden sei. Salvini verwies darauf, dass seine Lega, die nur rund 17 Prozent erhielt, zur Allianz um Silvio Berlusconi gehöre. Das faschistisch-rassistische Bündnis erreichte zusammen 37 Prozent.

Bei den von Präsident Sergio Mattarella eingeleiteten Gespräche handelt es sich sich, wie die Zeitung Il Fatto Quotidiano am Montag schrieb, um »Dialoge unter Gehörlosen«. Der Staatschef will, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete, nun »ein paar Tage warten und dann entscheiden«. Eine dritte Gesprächsrunde schloss er ebenso wie Neuwahlen aus. Letztere könnte ...

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