17.04.2018 / Inland / Seite 5

Dauerhaft abgehängt

Hartz-IV-Bezieher immer länger ohne Job. Linke beklagt Stillstand bei der Arbeitsmarktpolitik

Susan Bonath

Während die Unionsfraktion im Bundestag von Vollbeschäftigung philosophiert und gemeinsam mit dem Koalitionspartner SPD einen »guten Arbeitsmarkt« feiert, finden Hartz-IV-Bezieher immer schwerer einen neuen Job. Die durchschnittliche Dauer ihrer Erwerbslosigkeit stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Darauf machte die Linksfraktion im Bundestag am Montag unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) aufmerksam.

Waren die Betroffenen im Jahr 2011 noch durchschnittlich 555 Tage ohne jeden Job, betrug diese Zeitspanne 2017 im Schnitt bereits 650 Tage. Im Jahr davor lag sie noch bei 629 Tagen. Laut BA waren im Jahr 2011 rund 298.000 Menschen im Hartz-IV-Bezug länger als drei Jahre erwerbslos. Voriges Jahr gehörten bereits 317.000 Erwerbslose zu dieser Gruppe. »Man könnte von einer Verhärtung der Langzeitarbeitslosigkeit sprechen«, konstatierte ein BA-Sprecher gegenüber der Deutschen Presseagentur. Von einem »blamablen Ergebnis für di...

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