16.04.2018 / Sport / Seite 16

Alles so schön ruhig hier

Im Reiten ist die konservative Welt noch in Ordnung: Isabell Werth bleibt das Maß aller Dinge

jW-Bericht

Im Dressurreiten, der bürgerlichsten aller Sportarten hierzulande, ist die konservative Welt noch in Ordnung. Keine Überraschungen, keine Vulgarisierung und konstante Steigerung der Brutalitäten, wie sie die AfD in die Mainstreampolitik hineinträgt. Im Reiten wirkt alles so vorhersehbar wie vor 40 Jahren, als es in Westdeutschland im Fernsehen noch drei Programme und im Bundestag drei Parteien gab (rechnet man die »Union« als eine).

Wie beruhigend ist doch der Prestigesport der Bourgeoisie: Am Samstag holte Isabell Werth in Paris zum vierten Mal den Weltcup der Dressur. Die 48jährige ist ja sowieso die erfolgreichste Reiterin aller Zeiten: sechmal Gold und viermal Silber bei Olympia, siebenfache Weltmeisterin, vierzehnfache Europameisterin und vierzehnfache Deutsche Meisterin – da wird einem ganz schwindlig bei soviel Effizienz.

In Paris wusste sie schon lange vor der perfekt getanzten Schlusslinie, dass sie wieder einmal nicht zu schlagen war. Ein strahl...

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