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16.04.2018 / Ausland / Seite 6

Korruption als Vorwand

In Peru ist am Wochenende der 8. Amerikagipfel zu Ende gegangen. Progressive Regierungen sollten isoliert werden

Volker Hermsdorf

Der am Sonnabend (Ortszeit) beendete 8. Amerikagipfel in Peru war ein Treffen der negativen Rekorde. Während im April 2015 erstmals alle 35 Staaten des Kontinents am 7. Gipfel in Panama teilgenommen und damit den anspruchsvollen Titel »Gipfel der Amerikas« gerechtfertigt hatten, verzichteten in diesem Jahr mehrere Staats- und Regierungschefs auf eine Reise nach Lima.

Zum ersten Mal fand der seit 1994 veranstaltete Gipfel ohne den Präsidenten der Vereinigten Staaten statt. Offiziell hatte Donald Trump seine Absage mit den Raketenangriffen auf Syrien begründet, die er »überwachen« müsse. Tatsächlich dürfte er die zu erwartende Konfrontation mit Vertretern der lateinamerikanischen Zivilgesellschaft gescheut haben. Während es Washington beim ersten Amerikagipfel noch gelungen war, Kuba – als einziges Land – auszuschließen, richtete sich diese »Sanktion« diesmal gegen Venezuela. Dessen gewählter Präsident Nicolas Maduro verzichtete allerdings von sich aus auf ...

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