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16.04.2018 / Inland / Seite 2

»AfD hat rechtes Potential gezielt mobilisiert«

Außer Hetze nichts zu bieten: Die »Alternative für Deutschland« feierte am Sonnabend ihr fünfjähriges Bestehen. Ein Gespräch mit Martina Renner

Gitta Düperthal

Vor fünf Jahren, am 14. April 2013, hatte die AfD ihren Gründungsparteitag. Wie konnte sie größte Oppositionspartei im Bundestag werden, obgleich in ihr völkisch-nationalistische, rassistische, islamfeindliche und antisemitische Strömungen wirken und sie Verbindungen zu neurechten Gruppierungen hat?

Von Beginn an war die AfD eine Rechtspartei. Gründer waren gescheiterte politische Existenzen aus Parteien wie dem »Bund freier Bürger«, »Die Freiheit« oder den Republikanern. Zudem waren Protagonisten dabei, denen Union und FDP nicht konservativ und national genug waren. Diese vertraten einen marktradikalen und sozialchauvinistischen Kurs. Wenn Politik und Medien die AfD als »rechtspopulistisch« bezeichnen, immunisieren sie diese so gegen eine gesellschaftspolitische Ächtung. So konnten sich radikale und neofaschistische Rechte in der Partei weiter ausbreiten, ohne dass dies für die AfD zum Nachteil wurde.

Weshalb hat die AfD viele Wähler an sich binden könne...

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