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14.04.2018 / Ausland / Seite 7

Aspekte einer Krise

Israel sieht den amerikanisch-russischen Konflikt um Syrien als Chance zur Abrechnung mit dem Iran

Knut Mellenthin

Die israelische Öffentlichkeit betrachtet und diskutiert die gegenwärtigen Wortgefechte zwischen Washington und Moskau anders als der Rest der Welt. Die Sorge, dass es in den nächsten Tagen nur wenige hundert Kilometer entfernt zu einem militärischen Schlagabtausch zwischen den USA und Russland kommen könnte, ist gering. Israel hat Grund zur Gelassenheit: Die beide Großmächte haben in ihrer gesamten bilateralen Geschichte, selbst in der an Risiken reichen Ära des »Kalten Krieges«, einen direkten Zusammenstoß umsichtig und flexibel vermieden.

In der israelischen Öffentlichkeit steht statt dessen die Frage, ob der passende Zeitpunkt könne gekommen sei, um mit dem Erzfeind Iran abzurechnen, im Zentrum der Aufmerksamkeit. In diesem Sinn schrieb am Dienstag die konservative Tageszeitung ­Maariv: »Über die Konfrontation zwischen Russland und den USA hinaus ist die Hauptgeschichte (...) die direkte Konfrontation zwischen Israel und Iran auf syrischem Boden. Der ...

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