13.04.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Storno und Korruption

Großaktionäre verweigern Vorstand auf Airbus-Hauptversammlung in Amsterdam die Entlastung. Proteste von Kriegsgegnern

Gerrit Hoekman

Vor dem Hotel Okura im Szeneviertel De Pijp in Amsterdam hatten sich am Mittwoch einige Demonstranten versammelt. »Airbus: Keine Raketen, keine Drohnen«, war auf Transparenten zu lesen. »Airbus ist der zweitgrößte europäische Waffenproduzent. Er verkauft Flugzeuge und Raketen an Länder, die sich im Krieg befinden, an repressive Regime und Menschenrechtsverletzer«, heißt es in einem Aufruf auf der niederländischen alternativen Nachrichtenseite Krapuul.

Der Ort war nicht zufällig gewählt – in dem Hotel an der Ferdinand Bolstraat versammelten sich am Mittwoch die Aktionäre des europäischen Flugzeugbauers zur Hauptversammlung. »Die Militär- und Sicherheitsindustrie pflückt die Früchte einer rassistischen Grenzpolitik der EU«, prangerten die Demonstranten an. Vertreter der Flüchtlingsorganisation »Wij zijn hier« (Wir sind hier) schlossen sich der Aktion an und hielten eine Rede.

Die Anteilhaber drinnen hatten derweil andere Sorgen. Wie viel Geld ist in den let...

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