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12.04.2018 / Medien / Seite 15

Ungarische Oppositionszeitung macht dicht

Oligarch wirft hin, Belegschaft geschockt: Einst bürgerliche Magyar Nemzet am Ende

Die oppositionelle ungarische Traditionszeitung Magyar Nemzet (»Ungarische Nation«) stellt ihren Betrieb ein. Das Blatt werde an diesem Mittwoch zum letzten Mal erscheinen, teilte der herausgebende Verlag am Dienstag auf der Webseite der Zeitung mit. Als Begründung gab das Medienunternehmen Finanzierungsprobleme an. Zuerst hatte das Portal www.index.hu über diese Entscheidung berichtet.

Magyar Nemzet gehört dem ­Oligarchen Lajos Simicska, der früher ein enger Vertrauter des amtierenden Ministerpräsidenten Viktor Orban war. Nach dem Zerwürfnis mit seinem ehemaligen Schulfreund Orban im Jahr 2015 ließ Simicska seine Medien, darunter die Magyar Nemzet, auf einen regierungskritischen Kurs einschwenken. Im Wahlkampf vor der Parlamentswahl am Sonntag berichtete die Zeitung über zahlreiche mutmaßliche Korruptionsfälle im Umfeld Orbans.

Die Fidesz-Partei des Regierungschefs hat die jüngste Parlamentswahl deutlicher als erwartet gewonnen. In der neuen Volksvertret...

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