11.04.2018 / Inland / Seite 8

»Das Gericht könnte das Verfahren einstellen«

Nach den G-20-Protesten wollten die Behörden an Fabio V. ein Exempel statuieren. Nun platzte der Prozess. Gespräch mit Matthias Wisbar

Kristian Stemmler

Fabio V. wurde beim Polizeieinsatz gegen 200 Demonstranten am 7. Juli im Industriegebiet Rondenbarg festgenommen. Seine Anwesenheit bei den Protesten gegen den G-20-Gipfel soll genügen, um ihn wegen schweren Landfriedensbruchs zu verurteilen. In zwölf Verhandlungstagen wurden vor allem Polizeibeamte als Zeugen vernommen. Der Prozess vor dem Amtsgericht Hamburg-Altona ist nun geplatzt, weil die Richterin im Mutterschutz ist. Ist das jetzt alles für die Katz?

So kann man das nicht sagen. Das ist nicht gestrichen. Es muss zwar alles noch mal gemacht werden, also auch die Zeugen müssen neu gehört werden. Aber wenn zum Beispiel ein Zeuge etwas ganz anderes erzählt als im ersten Durchgang, kann man das einführen. Die Verteidigung könnte etwa beantragen, die Richterin der ersten Hauptverhandlung als Zeugin zu hören.

Wie lange kann es denn dauern, bis das Verfahren gegen Fabio wieder aufgenommen wird?

Über das Thema habe ich mich kürzlich mit den anderen Strafver...

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