11.04.2018 / Inland / Seite 4

Black Power mal anders

Hamburg: Auf rechter Demo sprach am Montag ein dunkelhäutiger AfD-Sympathisant

Kristian Stemmler, Hamburg

Ein Mann mit schwarzer Hautfarbe spricht vor rund 250 AfD-Mitgliedern, »besorgten Bürgern«, Protagonisten der Hooliganszene und Neonazis: Dieses Ereignis ließ sich am Montag abend vor dem Hamburger Dammtorbahnhof verfolgen. Bei der neunten »Merkel muss weg«-Demonstration war der Hauptredner ein aus dem Kongo stammender Deutscher. Unter Pfiffen und »Nazis raus«-Rufen von rund 1.200 Gegendemonstranten und dem Schutz von einigen hundert Polizisten präsentierte sich Serge Menga als »guter Deutscher«.

Bei Rechten ist er beliebt, seit er Anfang 2016 mit einer Videobotschaft auf die sexuellen Übergriffe in Köln in der vorangegangenen Silvesternacht reagierte. Er erklärte darin, keinerlei Verständnis für dieses Verhalten von Migranten zu haben. Er forderte Straftäter auf: »Packt einfach eure Klamotten und geht wieder nach Hause!« Mitte 2016 stellte er bei der AfD Essen einen Aufnahmeantrag, wurde aber nicht genommen. Mit seiner Hautfarbe habe das nichts zu tun, w...

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