10.04.2018 / Feuilleton / Seite 10

Viel eigener und wertvoller

Über revolutionäres Kino reden – am Beispiel des antikolonialen Befreiungskampfes in Guinea-Bissau: Der Dokumentarfilm »Spell Reel«

Lena Kreymann

Es ist ein Film über das Filmemachen, das Filmegucken, das Über-Filme-Reden. Die Aufführungen und Diskussionen sind so ungewöhnlich wie das Material selbst: Die Filmrollen, deren Geschichte »Spell Reel« erzählt, dokumentieren den Befreiungskampf in Guinea-Bissau gegen die portugiesische Kolonialmacht (1963–74), den Wiederaufbau des westafrikanischen Landes wie auch die internationale Solidarität. Jahrzehnte waren sie verschollen, 2012 tauchten sie wieder auf. Ihr Zustand erlaubte es lediglich, 40 der insgesamt 100 Stunden Filmmaterial zu rekonstruieren.

»Spell Reel« von Filipa César zeigt, wie die Filmrollen gesichtet, restauriert und in Open-Air-Aufführungen auf öffentlichen Plätzen vorgeführt werden, wie die Filmemacher mit dem lokalen wie internationalen Publikum diskutieren, allen voran Sana Na N’Hada, der »erste Journalist« des Freiheitskämpfers Amílcar Cabral, ausgebildet in Kuba.

Ein Teil des Materials ist zu sehen – meist kleiner eingeblendet über...

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