09.04.2018 / Ausland / Seite 7

»Arbeit darf nicht töten«

In Tschechien erinnerten Aktivisten an Unfall in Raffinerie. Ausbeutung von Migranten kritisiert

Matthias István Köhler

Am Freitag abend haben Mitglieder der Gruppe »Prace nesmi zabijet« (Arbeit darf nicht töten) in dem nahe der tschechischen Hauptstadt Prag gelegenen Kralupy nad Vltavou an die bei einem Arbeitsunfall gestorbenen sechs Arbeiter erinnert. Am 22. März waren während der Reinigung von Behältern in der dortigen Raffinerie der Unipetrol-Holding fünf Rumänen und ein Tscheche durch eine Explosion ums Leben gekommen.

An der Gedenkveranstaltung beteiligten sich unter anderem die Bürgermeister der umliegenden Ortschaften Kralupy und Veltrusy sowie Vertreter der Gewerkschaften, aber auch der örtlichen Diakonie, die Migranten unterstützt. »Wir wollen die menschliche Dimension der Tragödie zeigen und die Notwendigkeit einer sorgfältigen und transparenten Untersuchung des Falles bekräftigen«, hieß es im Aufruf. »Sowohl die Öffentlichkeit als auch die Überlebenden haben das Recht zu erfahren, wie sich die Tragödie ereignet hat, wer dafür verantwortlich ist und ob sie hätt...

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