09.04.2018 / Titel / Seite 1

Schon wieder Gift

Berichte über angeblichen Einsatz chemischer Kampfstoffe in Syrien. Damaskus und Moskau weisen Vorwürfe zurück

Stefan Huth

Bei einem mutmaßlichen Giftgasangriff in der syrischen Region Ostghuta sollen Medienangaben zufolge am Wochenende Dutzende Zivilisten ums Leben gekommen und Hunderte weitere verletzt worden sein. Die Berichte, die zu einem erneuten verbalen Schlagabtausch zwischen Washington und Moskau führten, stützen sich im wesentlichen auf Informationen der Organisationen »Weißhelme« und »Syrian American Medical Society« (SAMS), die die syrischen Truppen für den Einsatz der Substanzen verantwortlich machen. Ein Vertreter der syrischen Regierung wies die Vorwürfe, Giftgas eingesetzt zu haben, indes als »Farce« zurück. Die Regierungsarmee habe es bei ihrem Vorstoß in der Rebellenenklave Ostghuta »nicht nötig, irgendeine chemische Substanz einzusetzen«, sagte er laut der staatlichen Nachrichtenagentur SANA. Auch das russische Militär reagierte. Es handele sich um »fabrizierte Anschuldigungen«, so Generalmajor Juri Jewtuschenko gegenüber der Agentur Interfax.

Den Beric...

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