06.04.2018 / Inland / Seite 5

Daimlers Forschungsproblem

Gerne würde der Konzern bei autonom fahrenden Autos führend sein. Doch ein Standort, an dem daran getüftelt wird, soll geschlossen werden

Johannes Supe

Länger als 17 Jahre hat Franz R. für Daimler in Ulm gearbeitet, oder besser: geforscht. Mit seinen gut 500 Kollegen hat der Entwicklungsingenieur z. B. daran getüftelt, wie sich der CO2-Ausstoß von Autos reduzieren lässt. Oder wie die Wagen auch ohne menschlichen Fahrer unterwegs sein können. Eine Arbeit, auf die die Beschäftigten stolz sind, natürlich auch Franz R. Trotzdem denkt er darüber nach, das Unternehmen nun zu verlassen. Für die Mitarbeiter unerwartet entschied sich Daimler im November, den Forschungsstandort Ende 2018 zu schließen.

R. und seine Kollegen sollen dann im 100 Kilometer entfernten Stuttgart eingesetzt werden – und täglich mehrere Stunden pendeln. Der Entwicklungsingenieur ist sich sicher: »Kommt es soweit, sind viele weg.« Das Unternehmen, das R. spürbar am Herzen liegt, würde einen bedeutenden Teil seiner Forschungskapazitäten verlieren. Um das zu verhindern, steht der langjährige Angestellte an diesem Donnerstag morgen vor der Mes...

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