04.04.2018 / Inland / Seite 5

Elend hat Hochkonjunktur

Trotz Skandalen: Essener Betreiber von Flüchtlings- und Obdachlosenheimen fährt Rekordgewinne ein

Susan Bonath

An der Unterbringung von Asylsuchenden und Obdachlosen lässt sich bestens verdienen. Wie zuerst das Handelsblatt am Dienstag berichtete, steigerte Deutschlands größter Privatbetreiber von Unterkünften trotz des Rückgangs der Flüchtlingszahlen seinen Profit. Der Umsatz des Essener Unternehmens European Homecare (EHC) wuchs 2016 gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent auf 277 Millionen Euro. Sein Gewinn kletterte damit um gut 26 Prozent auf 32 Millionen Euro. Das geht aus der Bilanz hervor, die das Unternehmen kurz vor Ostern im Bundesanzeiger veröffentlichte.

EHC unterhielt laut seinem Jahresabschluss im Geschäftsjahr 2016 bundesweit 125 »Betriebsstätten« mit dazugehörenden Erstaufnahmelagern, Sammelunterkünften und Wohnungen für »Asylbewerber, Aussiedler und andere soziale Randgruppen wie Obdachlose«. Man kümmere sich zusätzlich um deren »Versorgung und soziale Betreuung«. Im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise expandierte das Unternehmen. So fuhr es 2016 f...

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