03.04.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kein Paradies im Süden

Obdachlosigkeit ist im beschaulichen Inselstaat Neuseeland weit verbreitet. Autoren einer aktuellen Studie schlagen Alarm

Thomas Berger

Seit Jahren leiden Neuseeländer im Vergleich mit Bürgern anderen Industrienationen unter besonders hoher Obdachlosigkeit. Das Problem sei sogar größer als bisher angenommen, konstatiert eine neuere Studie, die Anfang Februar vorgestellt wurde. Die sozialdemokratisch geführte Regierung in Wellington will sich jetzt energisch um Lösungen kümmern, wie der zuständige Minister Phil Twyford (Labour) bei der Präsentation betonte.

Die aktuelle Recherche wurde von einem dreiköpfigen Autorenteam erstellt: Dem Ökonomen Shamubeel Eaqub, der Professorin für Öffentliche Gesundheit an der University of Otago, Philippa Howden-Chapman und Allan Johnson von der Heilsarmee. Zu den wichtigsten dabei erhobenen Daten gehört, dass das Bevölkerungswachstum dem Wohnungsneubau inzwischen um 2,1 Prozent vorauseilt, sich die aktuelle Lage also weiter zuzuspitzen droht, falls nicht endlich gegengesteuert wird. Demnach war im vergangenen Jahr einer von 100 Neuseeländern obdachlos – ei...

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