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03.04.2018 / Inland / Seite 5

Den Notstand verwalten

Im Pflegebereich werden Personallücken immer häufiger mit Leiharbeitern gefüllt. Minister will Fachkräfte im Ausland anwerben

Stefan Thiel

Dass in der Bundesrepublik de facto ein Pflegenotstand herrscht, ist seit langem bekannt. Viele Belegschaften in Krankenhäusern und Heimen sind dauerhaft unterbesetzt, die Beschäftigten überarbeitet. Nach einer Mitte März vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung vorgelegten Studie gibt es derzeit etwa 17.000 unbesetzte Stellen allein in den Pflegeheimen. Für Klinik- und Heimbetreiber offenbar aber kein Grund, dauerhaft mehr Personal fest einzustellen. Um die Personallücken im Pflegebereich zu schließen, wird statt dessen immer häufiger auf Leiharbeitskräfte zurückgegriffen.

Im vergangenen Jahr waren bundesweit 10.181 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in der Krankenpflege, bei Rettungsdiensten und der Geburtshilfe tätig, wie aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke hervorgeht, über die zuerst die Passauer Neue Presse am Samstag berichtete. Im Jahr 2014 waren demnach erst 7....

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