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31.03.2018 / Inland / Seite 4

Absolution für 3.000 Euro

Verfahren gegen NSU-Aktenvernichter »Lothar Lingen« mit Geldauflage eingestellt

Markus Mohr

Der Initiator der »Operation Konfetti« im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) soll 3.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen, dann wird das gegen ihn geführte Verfahren wegen Strafvereitelung im Amt eingestellt. Der Referatsleiter Axel M. alias »Lothar Lingen« hatte im November 2011 Akten über V-Leute im Bereich Rechtsextremismus vernichten lassen – wenige Tage, nachdem durch den Tod der Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt der »Nationalsozialistische Untergrund« (NSU) aufgeflogen war. Diese Woche berichtete die Tageszeitung Die Welt unter Berufung auf ein Schreiben der Kölner Staatsanwaltschaft von der Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage.

Über die Gründe der Aktenschredderei hatte »Lingen« 2012 den ersten Untersuchungsausschuss des Bundestages zum NSU belogen: Er habe lediglich abgelaufene Aktenbestände aus Gründen des Datenschutzes löschen wollen. Ein direktes Vertuschungsmotiv sei ihm fremd gewesen, weil er dienstlich nichts mit ...

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