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29.03.2018 / Inland / Seite 8

»Ohne Religion wären wir besser dran«

Am christlichen Karfreitag laden Atheisten zum Tanzen ein. Gespräch mit Philipp Möller

Gitta Düperthal

Leipziger Atheisten machen am Karfreitag Party. Auch in anderen Städten heißt es: Schluss mit dem Tanzverbot! Ein weltanschaulich neutraler Staat darf seine Bürger nicht zur »Jesus starb für unsere Sünden«-Trauer verpflichten. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2016 gilt: Der Tanz am »stillen Freitag« muss Ausdruck einer klaren weltanschaulichen Abgrenzung gegenüber dem Christentum sein. Wie finden Sie das?

Ich halte das für einen guten Anfang, aber noch keine zufriedenstellende Lösung. Es kann nicht sein, dass wir uns in einem säkularen Staat gegen eine irrationale Weltanschauung richten müssen, nur um unser Recht wahrnehmen zu dürfen, Tanzen zu gehen. Das muss unabhängig davon möglich sein.

Sie sind Autor des Buches »Gottlos glücklich: Warum wir ohne Religion besser dran wären«. Bei der »Heidenspaß-Party« in Leipzig erklären Sie dies den Gästen.

Ohne Religion wären wir besser dran, weil wir uns dann von einer Ideologie freimachen, die dar...

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