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29.03.2018 / Inland / Seite 2

»Krieg droht nicht, er wird geführt«

Ostermärsche in Zeiten von Aufrüstung und Konfrontation mit Russland. Ein Gespräch mit Wolfgang Gehrcke

Marc Bebenroth

Sie werden am Montag an einem Ostermarsch in der Colbitz-Letzlinger Heide teilnehmen. Warum haben Sie sich für die Altmark entschieden?

Linke haben auch immer eine Verpflichtung, vor Ort zu sein, wo Menschen sich wehren. Das ist in der Altmark der Fall, wo schon über zwei hundert Osterspaziergänge und Ostermärsche gegen den Truppenübungsplatz veranstaltet worden sind. Ich finde das ganz toll und fahre dort hin, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Dort gibt es mehr als nur einen Truppenübungsplatz. Die Bundeswehr hat sich mit dem Geisterort Schnöggersburg eine eigene Stadt gebaut. Wie beurteilen Sie die Existenz dieser Anlage?

Offiziell handelt es sich um ein Übungszentrum. Aber um es völlig klar zu sagen: Dort wird Krieg geübt, dort werden Mord und Totschlag geübt. Und wer Krieg übt, wird irgendwann Krieg führen. Deswegen muss man Dinge wie Schnöggersburg auch angreifen.

Dort wird nicht die offene Feldschlacht simuliert, sondern es geht um Einsätz...

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