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28.01.1998 / Thema / Seite 0

Prostitution, Promotion und Provokation

Von der Konkubine zur Sexarbeiterin

Monika Diehl

Der Wissenschaftsbetrieb hat die Hurenverfolgung entdeckt, und auch die Journalisten schreiben wieder gerne über den käuflichen Sex.

Bis heute ist das deutsche Strafrecht dem Gewerbe der Nutten nicht freundlich gesonnen: »Wer einem durch Rechtsverordnung erlassenen Verbot, der Prostitution an bestimmten Orten überhaupt oder zu bestimmten Tageszeiten nachzugehen, beharrlich zuwiderhandelt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen bestraft«, heißt es im Paragraphen 184 a des Strafgesetzbuchs. Wobei es sich hierbei um eine Formulierung handelt, die der Tugendpolizei und der Justiz alle, den Prostituierten keine Rechte einräumt.

Rechtsverordnungen können erlassen werden, wie es der zuständigen Behörde beliebt. Was man unter »beharrlich« zu verstehen hat, ist der Phantasie des Richters überlassen. Die »Ausübung der verbotenen Prostitution« spielt in der Rechtspraxis mittlerweile zwar kaum noch eine ...

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