Gegründet 1947 Donnerstag, 20. Juni 2019, Nr. 140
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28.03.2018 / Feuilleton / Seite 10

Gorki, Minetti, Groth, Kipping

Jegor Jublimov

Er habe zwar ein paar ganz gute Romane geschrieben, aber leider auch Stalin und die Sowjetunion verteidigt, hieß es neulich in der RBB-»Abendschau« über Alexei Peschkow. Unter den Ärmsten der Armen im Zarenregime aufgewachsen, wurde Peschkow mit Mitte 20 zum gefeierten Schriftsteller Maxim (Name des früh gestorbenen Vaters) Gorki (der Bittere). Den Erfahrungen seiner jungen Jahre blieb er zeitlebens verpflichtet. Die Mutter war früh an Tuberkulose gestorben. Der Großvater, ein Wolgatreidler, nahm den Jungen daraufhin nach nur drei Jahren von der Schule. Peschkow schlug sich als Lumpensammler, Ikonenmaler, Maurer durch. In den 1880ern war er Geselle in einer Bäckerei, die von einem marxistischen Geheimzirkel frequentiert wurde. Erste Erfolge hatte er Ende des 19. Jahrhunderts mit Erzählungen. Nach dem »Lied vom Sturmvogel« (1901) und dem Theaterstück »Nachtasyl« (1902) war er berühmt für die Unversöhnlichkeit, mit der er die soziale Frage stellte, Klassenh...

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