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28.03.2018 / Ausland / Seite 6

Weiterhin unbewiesen

Die Anschuldigungen gegen Russland wegen des Giftgasanschlages in Salisbury bleiben weiter unbelegt

Reinhard Lauterbach

Es ist das Privileg pensionierter Politiker, gelegentlich auch mal ihren gesunden Menschenverstand zu bemühen, wenn die aktiven Kollegen hyperventilieren. So hat Ex-EU-Kommissar Günter Verheugen gegenüber der Augsburger Allgemeinen darauf hingewiesen, dass Großbritannien bisher für seine Anschuldigungen, das gegen den Exagenten Sergej Skripal eingesetzte Nervengas stamme nicht nur aus Russland, sein Einsatz sei sogar von Präsident Wladimir Putin persönlich genehmigt worden, keinen einzigen Beweis vorgelegt habe. Ihm komme das Ganze vor wie ein Prozess, in dem der Richter erkläre, dem Angeklagten sei zwar eine Schuld nicht nachzuweisen, aber zuzutrauen sei ihm die Tat schon.

Inzwischen hat sich eine Reihe russischer Wissenschaftler geäußert, die seinerzeit mit der Entwicklung dieser Gruppe von Nervengiften beauftragt waren. Die zeitweilige Behauptung der offiziellen Moskauer Medien, ein Programm namens »Nowitschok« habe es nie gegeben, ist wohl nicht ernst...

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