27.03.2018 / Sport / Seite 16

Kein Ort für Träume, nirgends

Gabriele Damtew

Fußball und Macht – das war der Schwerpunkt des diesjährigen Fußballfilmfestivals »11mm« im Kino Babylon zu Berlin. Dass die Mächtigen dieser Welt den Fußball für ihre Zwecke instrumentalisieren, ist nicht neu. Der Dokumentarfilm »Planet FIFA« (2016) von Jean-Louis Perez bringt auf den Punkt, wie sich der Weltverband durch treffsicheres Zusammenspiel von Einflussnahme und Profitgier in den letzten 40 Jahren zu einem milliardenschweren Unternehmen entwickelt hat, das auch nach den Korruptionsskandalen nicht willens ist, sich zu reformieren.

Es ist nicht zufällig das schwerreiche Katar, an das die FIFA die WM 2022 vergab: Seit Jahren steht das Emirat in der Kritik wegen der unmenschlichen Arbeitsbedingungen, unter denen Migranten die benötigten Stadien buchstäblich in den Wüstensand setzen müssen (um sie danach wieder abzureißen). Zur Imagepflege richten die Baufirmen einmal im Jahr für die »Gastarbeiter« ein Fußballturnier aus. D...

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