Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
24.03.2018 / Ausland / Seite 6

Verdrehte Vergangenheit

Regierende Hindunationalisten schreiben indische Geschichte um

Awanish Kumar und Silva Lieberherr, Mumbai

Anfang März gründete die indische Regierung heimlich ein neues Komitee, um »Beweise« dafür zu finden, dass die heutigen Hindus die direkten Nachfahren der Induskultur, einer sogenannten frühen Hochkultur (2800–1800 v. u. Z.) im heutigen Nordwestindien und Pakistan sind. Die regierende rechte Bharatiya Janata Partei (BJP) ist schon lange besessen von der Geschichte, und dies ist ein weiterer Versuch zu »belegen«, dass nur die Hindus »echte« Inder sein können.

Geschichtsrevisionismus von rechts ist nicht neu. Schon als die BJP zwischen 1999 und 2004 an der Macht war, hatte sie versucht, die Bildung »safrangelb zu färben«. Diese Farbe symbolisiert den Hindu-Nationalismus oder Hindutva. Die neuen Versuche sind noch gefährlicher, denn die BJP beherrscht nicht nur die Zentralregierung, sondern auch die Mehrheit der Bundesstaaten. Damit kann sie ihre Bestrebungen vorantreiben, zu definieren, wer indisch ist und Bürger des Landes sein darf.

So erklärte die die BJ...

Artikel-Länge: 3213 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €