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24.03.2018 / Inland / Seite 4

Folgeschäden nicht anerkannt

Fast 23 Jahre zurückliegender Fall von Polizeigewalt beschäftigte diese Woche das Berliner Landgericht

Christian Ditsch

Öffentliche Bekenntnisse gegen rechts waren 1995, im dritten Jahr nach den Ausschreitungen gegen Roma-Flüchtlinge und vietnamesische Vertragsarbeiter in Ros­tock-Lichtenhagen und den Lichterketten gegen derlei Gewaltexzesse keine Seltenheit. Gleichwohl hatte der Berliner Senat eingestanden, die Sicherheit von Menschen nichtdeutscher Herkunft an Tagen wie dem 20. April, wenn Neonazis Hitlers Geburtstag feiern, nicht garantieren zu können. Im Raum stand die Empfehlung, zu Hause zu bleiben. Dennoch oder gerade deshalb gingen an jenem Tag in der Hauptstadt Menschen auf die Straße, protestierten gegen rechts und zeigten ihre Solidarität mit den Verfolgten.

Dieser Tag verändert das Leben der damals 28jährigen Iris K. grundlegend: Am Ende der Demonstration geht die berüchtigte 23. Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei gewaltsam gegen Demonstranten vor – angeblich wurden aus ihren Reihen Steine geworfen, was nicht zu beweisen war. Iris K. (vollständiger Na...

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