24.03.2018 / Inland / Seite 2

»Parlamentariern Dampf unterm Gesäß machen«

Bei den Ostermärschen gehen Friedensaktivisten auf die Straße, um die Abrüstung der BRD zu fordern. Ein Gespräch mit Willi Hoffmeister

Markus Bernhardt

Sie sind einer der Organisatoren des Ostermarsches Ruhr. Warum ist Ihnen das Thema Frieden so wichtig, dass Sie sich schon seit Beginn dieser traditionellen Friedensmärsche daran beteiligen?

Den Krieg hassen zu lernen war eine Erkenntnis aus meinen Kinderjahren. Als 1933 geborenes »Kriegskind« bastelte mir 1943 – ich war gerade ein 10jähriger Schüler – ein gefangener Rotarmist, ein Zwangsarbeiter, aus Weidenholz eine Flöte. Damit brach bei mir die ganze, uns Kindern in der Schule eingetrichterte Nazitheorie vom russischen Untermenschen zusammen. Die Wiederaufrüstung durch die Adenauer-Regierung machte mich als Jugendlichen zum Friedensaktivisten. Die Friedensmärsche 1958/59 in England gegen die Bombe begeisterten mich, und meine Teilnahme am ersten Ostermarsch Ruhr 1961 war die logische Konsequenz daraus.

Am Ostermarsch Ruhr nehmen im Vergleich zu anderen Städten die meisten Demonstranten teil. Was könnten die Gründe dafür sein?

Die Ostermärsche un...

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