17.03.2018 / Titel / Seite 1

O’ zündt is!

Der neue CSU-Bundesinnenminister buhlt mit markigen Sprüchen um rechte Wähler und kündigt rasche Einrichtung von Abschiebezentren an

Kristian Stemmler

Kaum im Amt, setzt der oberste Scharfmacher der frisch ernannten Bundesregierung seinen »Masterplan« zur Asylpolitik in die Tat um. Schließlich steht in seinem Heimatfreistaat im Oktober die Landtagswahl an. Zwei Tage nach Amtsantritt gab der neue Minister für Inneres, Bau und Heimat in Berlin, Horst Seehofer (CSU), den rechten Brandstiftern des Landes erneut Rückendeckung. Sein Satz »Der Islam gehört nicht zu Deutschland«, zu lesen in der Bild-Freitagausgabe, sorgte prompt für Beifall von Rechtsaußen: André Poggenburg, AfD-Politiker aus Sachsen-Anhalt, lobte, was Seehofer vorgebracht habe, sei »Kernbotschaft« seiner Partei.

Mit dem Vorstoß will der Bayer auch den Eindruck erwecken, seiner Chefin Paroli bieten zu können. Denn den vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff (CDU) 2010 geprägten Satz »Der Islam gehört zu Deutschland« hatte sich fünf Jahre später auch Kanzlerin Angela Merkel zu eigen gemacht. Sie distanzierte sich am Freitag pflichtgemäß...

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