16.03.2018 / Ansichten / Seite 8

Strategie der Spannung

Vierter Jahrestag des Krim-Referendums. Gastkommentar

Alexander S. Neu

Die Russische Föderation sieht sich seit den 1990er Jahren vom Westen zu einem Kampf um Einflusszonen in Osteuropa und im postsowjetischen Raum herausgefordert. Während NATO und EU nach Osten expandieren, versucht Russland, deren Ausdehnung aufzuhalten und seinen Resteinfluss zu wahren.

Die Ukraine wurde ab 2013/14 aus postsowjetisch-russischen Bindungen herausgelöst. Der neue West-Ost-Konflikt eskalierte. Kurz nach dem vom Westen beförderten Putsch in Kiew wechselte die Krim ihre staatliche Zugehörigkeit. Im Donbass schwelt der Krieg. NATO und EU reagieren mit wilden Vorwürfen an die Adresse Moskaus. Von Kampagnen geschürte antirussische Hysterie gehört zu dieser Strategie der Spannung. Wenig taktvoll sprach Kanzlerin Merkel ausgerechnet bei ihrem Besuch in Moskau zum 70. Jahrestag des Kriegsendes im Mai 2015 von der »verbrecherische(n) und völkerrechtswidrige(n) Annexion der Krim«. Dadurch habe die deutsch-russische Zusa...

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