16.03.2018 / Ausland / Seite 2

»Das gilt heute als patriotische Tat«

In Lettland finden Aufmärsche zur Ehrung von Nazikriegsverbrechern statt. Protest wird behördlich behindert. Gespräch mit Cornelia Kerth

Kristian Stemmler

Am Freitag werden – wie jedes Jahr seit 1991 – Demonstranten durch Riga ziehen, um der Angehörigen der »Lettischen Legion«, einer Division der Waffen-SS, zu gedenken. Die VVN-BdA ruft zu Protest auf. Was ist geplant?

Wir werden an allen lettischen diplomatischen Vertretungen Mahnwachen abhalten und über die Verbrechen informieren, an denen die lettischen Einheiten der Waffen-SS beteiligt waren. In Frankfurt am Main wird es eine größere Kundgebung mit breiter Beteiligung an der Hauptwache geben. Gleichzeitig werden unsere Partnerverbände aus der FIR, der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer, in Rom, Athen und Budapest vor den lettischen Botschaften protestieren.

Vor zwei Jahren wurde eine Delegation Ihres Verbandes auf dem Flughafen von Riga abgefangen und ausgewiesen, Antifaschisten aus dem Ausland stehen auf schwarzen Listen des lettischen Geheimdienstes. Plant die VVN dennoch, auch vor Ort zu protestieren?

Vor einem Jahr ist es einig...

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