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15.03.2018 / Ausland / Seite 7

Kameras in den Bäumen

Frankreich: Prozessfarce gegen Mitglieder einer Landkommune

Hansgeorg Hermann, Paris

Vor einem Pariser Strafgericht wird seit Dienstag ein Fall verhandelt, der Geheimdienste, Justiz und drei Regierungen seit einem Jahrzehnt beschäftigt. Angeklagt sind acht Mitglieder einer Landkommune im südfranzösischen Tarnac (Corrèze), die in der Nacht zum 8. November 2008 im Departement Oise (Picardie) die Oberleitung einer TGV-Eisenbahnstrecke sabotiert haben sollen.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die von den Geheimdiensten als »Terroristen« bezeichneten Angeklagten – sieben Männer und eine Frau – der »Zerstörung fremden Eigentums, Bildung einer kriminellen Vereinigung, Veröffentlichung gestohlener amtlicher Dokumente und der Verweigerung einer DNA-Probe«. Nach dem Urteil der interessierten Öffentlichkeit ein lächerlicher Prozess, der schon jetzt geprägt ist von fehlenden Zeugen und falschen oder gefälschten Beweisen.

Als Kopf der angeblichen »kriminellen Vereinigung« haben die Ermittler und ihre politischen Hintermänner den inzwischen 43jährigen...

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