14.03.2018 / Feuilleton / Seite 11

Erhöhte Pulsfrequenz

Rückblicke auf den Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie in Berlin

Christa Schaffmann

Aufklärend und voll kontroverser Debatten – so wird der Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) in Erinnerung bleiben, der am Wochenende in Berlin stattfand. Hinter dem Titel »Paralyse der Kritik: Eine Gesellschaft ohne Opposition« verbarg sich auch die Frage, ob der Kapitalismus nicht doch alternativlos ist. Die Diagnose der paralysierten Gesellschaft hatten die Veranstalter von Herbert Marcuse für die heutige Zeit übernommen. Nicht alle Referenten und Teilnehmer akzeptierten das. Eine Vielzahl ermutigender Beispiele für Bewegungen und widerständiges Denken wurden dem Befund entgegengestellt. Im folgenden einige subjektive Eindrücke.

Richard, Mitte 40, Psychotherapeut, hatte nicht erwartet, dass so kontrovers diskutiert werden würde, jedenfalls in Panels wie dem mit Stefan Brunnhuber und Friedrich Voßkühler. »Da traf der coole Thinktank-Vertreter, der für einige Teilnehmer schon wegen seines Managementjargons kaum verständlich war, für and...

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