14.03.2018 / Ausland / Seite 6

Netanjahu pokert

Regierungskrise in Israel wegen Wehrdienstbefreiung für Talmudschüler. Neuwahlen könnten vor allem dem Likud nutzen

Gerrit Hoekman

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Premierminister Benjamin Netanjahu will am heutigen Mittwoch die Knesset auflösen und für den 26. Juni vorgezogene Neuwahlen ausrufen. Allerdings war am Dienstag noch unklar, ob er für dieses Vorhaben auch die nötige Mehrheit erhält. Ein Koalitionspartner seines Likud, die nationalreligiöse Habajit Hajehudi (Jüdisches Heim), wirbt jedenfalls dafür, Netanjahus Plan zu durchkreuzen.

Das Regierungsbündnis streitet sich bis aufs Blut über ein geplantes Gesetz, das Talmudschüler vom Wehrdienst befreit. Für die ultraorthodoxen Koalitionspartner Schas und Vereinigtes Thora-Judentum ist dies ebenso eine Gretchenfrage wie für die säkular-nationalistische Israel Beitenu (Unser Haus Israel) von Außenminister Avigdor Lieberman. Die beiden Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber. Lieberman lehnt die Ausnahme für Theologiestudenten rigoros ab. Beide Seiten machen vom Ausgang des Streits ihre Zustimmung zum Staatshaushalt abhäng...

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