13.03.2018 / Ausland / Seite 6

Buddhistische Hetzer

Ausnahmezustand in Sri Lanka. Nationalisten schüren Gewalt gegen die muslimische Minderheit

Awanish Kumar und Silva Lieberherr, Mumbai

Am 6. März wurde in Sri Lanka zum ersten Mal seit Ende des Bürgerkrieges im Jahr 2011 der Ausnahmezustand ausgerufen. Dieser war zunächst auf sieben Tage begrenzt. Grund für das Vorgehen von Regierung und Präsident sind gewalttätige Unruhen zwischen der singhalesischen Mehrheit und der muslimischen Minderheit des südasiatischen Inselstaates. Muslime machen dort ungefähr zehn Prozent der Bevölkerung aus. Für den vergangenen Sonntag hatte Staatspräsident Maithripala Sirisena ein Komitee einberufen, um die Ursachen und das Ausmaß dieser antimuslimischen Attacken im Distrikt Kandy zu untersuchen, die mindestens zwei Todesopfer forderten.

Die neuerliche Welle ethnisch-religiöser Gewalt begann mit dem Tod eines singhalesischen Buddhisten in Teldeniya im Zentrum des Landes. Er wurde von einer Gruppe muslimischer Männer angegriffen, die kurz darauf festgenommen wurden. Im Rahmen der darauffolgenden Unruhen wurden insgesamt 24 Buddhisten verhaftet. Buddhistische A...

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