06.03.2018 / Thema / Seite 12

Das Öl und sein Preis

Die globale Ausbeutung des fossilen Energieträgers kommt absehbar an ihr Ende. Wann das genau sein wird, ist unklar. Derweil wird der Rohstoff mit weiteren umweltschädlichen Methoden gefördert

Wolfgang Pomrehn

Es ist ruhig geworden um die sogenannte Peak-Oil-Debatte, das heißt um den Streit über den Zeitpunkt für das Maximum der weltweiten Förderrate von Rohöl. Der Grund für die Funkstille dürfte in der Tatsache zu suchen sein, dass der Preis für das schwarze Gold nach seinem langen Höhenflug seit rund drei Jahren wieder auf sehr niedrigem Niveau verharrt. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2017 war er sachte gestiegen, aber derzeit deutet wenig darauf hin, dass dieser Trend anhält. Die Verteuerung war insbesondere für europäische Käufer eher moderat, die vom gleichzeitig gestiegenen Kurs des Euros gegenüber dem US-Dollar profitieren. Für ein 159-Liter-Fass (Barrel) der US-amerikanischen Standardsorte WTI mussten Ende Februar rund 62 US-Dollar gezahlt werden, die europäische Standardsorte Brent kostete um die 66 US-Dollar pro Barrel.

Dieser trotz gut laufender Weltkonjunktur anhaltend niedrige Preis deutet auf ein momentanes Überangebot hin. Demnach bestünde kein...

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