12.03.2018 / Inland / Seite 4

Tod nach Abschiebung

Bayern: Trotz lebensbedrohlicher Krankheit wurde der Flüchtling Lamin ausgewiesen. Am 1. März ist er verstorben

Sebastian Lipp

Am vergangenen Mittwoch wurde Lamin, ein junger Flüchtling aus Sierra Leone, im bayerischen Hutthurm beerdigt. »Lamins Tod ist auf jeden Fall kein Einzelfall«, sagte Yenni Kellermann am Sonntag im Gespräch mit junge Welt. Die Aktivis­tin arbeitet ehrenamtlich mit Geflüchteten, auch Lamin kannte sie. Dessen Tod sei »erschütternd« und stehe »exemplarisch für die vielen Flüchtlinge, die durch diese inhumane Flüchtlingspolitik in Bayern und Deutschland in die Obdachlosigkeit oder sogar in den Tod abgeschoben worden sind«.

Ende 2016 war Lamin nach Deutschland gekommen. Bereits im Januar 2017 sei bei ihm im Transitlager Deggendorf eine Hepatitis-Erkrankung diagnostiziert worden, erinnert sich Kellermann. Doch statt eine angemessene Behandlung zu erhalten, sei der junge Mann nach Italien abgeschoben worden, wo sich sein Gesundheitszustand in der Obdachlosigkeit verschlechtert habe. Er kehrte nach Deutschland zurück und wurde vergangene...

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