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09.03.2018 / Feuilleton / Seite 10

Nach wer weiß wie langer Zeit

»Das siebte Kreuz« von Anna Seghers am Schauspiel Frankfurt am Main

Arnold Schölzel

In der DDR war der Roman »Das siebte Kreuz« von Anna Seghers (1900–1983) über die erfolgreiche Flucht des Kommunisten Georg Heisler aus einem faschistischen Konzentrationslager Schullektüre. Heisler überlebt als einziger von sieben entwichenen Häftlingen. Seine Charakteristik: Vor dem Faschismus leichtfertig bei Freundschaften, durch Haft und durch den Mitgefangenen Wallau, Funktionär und Meisterkonspirateur, vorbereitet auf Flucht und aufs Durchkommen. 1981 brachte Christoph Schroth die Geschichte als »deutsches Volksstück« in Schwerin auf die Bühne. Nun ist im Schauspielhaus Frankfurt eine Adaption des neuen Intendanten Anselm Weber und der Dramaturgin Sabine Reich zu sehen. Uraufführung war am 27. Oktober 2017– mit wenig, allerdings positiver Resonanz in überregionalen Medien. Der Pressespiegel des Schauspiels weist Besprechungen in FAZ und Deutschlandfunk aus.

Das Interesse im Publikum ist groß. Vorstellungen sind früh ausverkauft, auch am vergangenen...

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