09.03.2018 / Inland / Seite 4

Unabhängig, aber arm

Die meisten Frauen in der BRD leben heute von ihrem eigenen Einkommen. Zugleich müssen fast 18 Prozent Entbehrungen hinnehmen

Jana Frielinghaus

Der 8. März ist einer dieser Tage, an denen Politikerinnen und Politiker viel Erbauliches, auch Mahnendes, sprechen. Der Inhalt identisch, von Regierungschefin Angela Merkel (CDU) bis zum bisherigen Justiz- und designierten Außenminister Heiko Maas (SPD). Man dürfe nicht nur auf die erreichten Verbesserungen für Frauen in der Gesellschaft zurückschauen, sagte die Kanzlerin am Donnerstag in einer Videobotschaft. Es gebe noch viel zu tun. Es wird allerdings erneut bei salbungsvollen Reden bleiben. Denn der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sieht keinerlei konkrete Maßnahmen zur Anhebung der Entgelte in der Kranken- und Altenpflege, in der mehrheitlich Frauen arbeiten. Auch keine zur generellen Aufwertung von Armutsrenten, die weit überwiegend Frauen betreffen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Am Mittwoch veröffentlichte Statistiken hatten einerseits offenbart, dass in der Bundesrepublik so viele Frauen berufstätig sind wie noch nie und dass sie dadurch ...

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