09.03.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Mögliche Kontakte zu Polizisten sind beunruhigend«

Im Prozess gegen die »Gruppe Freital« wurden Sachverhalte ausgeklammert. Ein Gespräch mit Kerstin Köditz

Interview: Markus Bernhardt

Am Mittwoch hat das Oberlandesgericht Dresden mehrere Mitglieder der sogenannten Gruppe Freital verurteilt und festgestellt, dass dies eine rechtsterroristische Vereinigung gewesen sei, die Todesopfer in Kauf genommen habe. Wie bewerten Sie den Richterspruch?

Die Strafen sind hoch und folgerichtig. Denn sie entsprechen den harten Vorwürfen und den erdrückenden Beweisen, die Thema in der Hauptverhandlung waren. Gut ist, dass das Urteil Klarheit bringt – darüber, dass die Täter getötet hätten und es nur Glück war, dass es keine Todesopfer gab. Darüber, dass es sich hier nicht um Dumme-Jungen-Streiche handelte, sondern um Rechtsterrorismus. Das ist natürlich auch ein Signal an alle, die das über lange Zeit hinweg verharmlost haben, und eine Warnung an potentielle Nachahmer. Zumindest bei militanten Rassisten zieht der Rechtsstaat jetzt endlich eine Grenze.

Trotzdem wurden mögliche Kontakte der Gruppierung zu mehreren Polizeibeamten in der Hauptverhandlung ni...

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