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07.03.2018 / Antifa / Seite 15

Angst vor dem Verfassungsschutz?

Wirbel um zwei Zeugen aus dem Umfeld des NSU

Claudia Wangerin

Zwei Zeugen, deren Vergangenheit sich sowohl in der Neonaziszene als auch im Rotlichtmilieu abspielte, sollten im Münchner NSU-Prozess unfreiwillig zum letzten Aufgebot der Verteidigung des Ex-NPD-Funktionärs Ralf Wohlleben gehören: Sven Rosemann und Jug Puskaric. Wohllebens Anwälte gaben sich im Januar überzeugt, dass ihr Mandant durch diese beiden Männer vom Vorwurf der Beihilfe zum neunfachen Mord entlastet werden könne. Dazu hätten die Zeugen jedoch sich selbst als Waffenbeschaffer des NSU bezichtigen müssen. Das Gericht lehnte den Beweisantrag im Januar ab, der NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg hat dagegen in dieser Woche beide Männer als Zeugen geladen.

Aber der Reihe nach: In dem mittlerweile fast fünf Jahre dauernden Prozess um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) vor dem Oberlandesgericht München hatten die Plädoyers schon begonnen, als Wohllebens Anwälte im Januar den Beweisantr...

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