07.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gasprom will nicht mehr

Nach ungünstigem Schiedsgerichtsurteil stoppt Konzern die Lieferungen an die Ukraine und kündigt die Verträge vorzeitig

Reinhard Lauterbach

Russland und die Ukraine befinden sich mitten in einer Neuauflage ihres regelmäßig wieder aufflammenden »Gaskriegs«. Anlass war ein Urteil des Stockholmer Wirtschaftsschiedsgerichts vom 28. Februar. Es hatte einen seit 2014 anhängigen Streit mit der Aufforderung an den russischen Konzern Gasprom beendet, seinem ukrainischen Geschäftspartner Naftogas 2,56 Milliarden US-Dollar (gut zwei Milliarden Euro) zu zahlen. Die Ukraine hatte ursprünglich fast das Doppelte verlangt, aber die Stockholmer Richter hatten diese Forderungen gegen russische Gegenansprüche aufgerechnet.

Gasprom wies das Urteil zurück und erklärte, es sei politisch motiviert, da in der Begründung mit der »schwierigen Wirtschaftslage der Ukraine« argumentiert worden sei. Als Antwort stoppte die russische Seite die Belieferung des Nachbarn für dessen Eigenbedarf und überwies eine Kiewer Vorauszahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar zurück. Seitdem wird nur noch das für den Transit in die EU v...

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