06.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Leiharbeit und Teilzeit nehmen ständig zu«

NRW-Arbeitsagentur sieht »anhaltenden Aufschwung« am Stellenmarkt. Doch bei den Statistiken wird getrickst. Ein Gespräch mit Jürgen Aust

Markus Bernhardt

Seit Jahren setzen Sie sich mit den sogenannten Arbeitsmarktberichten auseinander, die monatlich von der nordrhein-westfälischen Arbeitsagentur veröffentlicht werden. Sie kritisieren, dass die reale Erwerbslosigkeit regelmäßig deutlich höher liege als in der offiziellen Statistik. Wie kommen Sie zu diesem Schluss?

Die offizielle Arbeitslosenstatistik erfasst seit Inkrafttreten von Hartz IV zum 01. Januar 2005 durch einen statistischen »Trick« u.a. nicht mehr diejenigen, die in den verschiedensten Trainings- oder Weiterbildungsmaßnahmen untergebracht sind. Ebenso wenig Alleinerziehende mit kleinen Kindern, die keinen Krippenplatz haben oder aber über 58jährige, die länger als ein Jahr kein Vermittlungsangebot vom Jobcenter erhalten haben. Deshalb ist es möglich, dass der aktuelle Arbeitsmarktbericht für NRW lediglich 687.955 arbeitslose Personen erfasst, während bei der sogenannten Unterbeschäftigung 933.737 Arbeitslose registriert sind, so dass man davon ...

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