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05.03.2018 / Inland / Seite 5

Die Geschichte stinkt

Ex-VW-Vorstand Martin Winterkorn bleibt dabei: Von frisierten Dieseltests habe er erst von US-Behörden erfahren. Kläger stehen Schlange

Johann Martens

Ab wann wusste VW-Chef Martin Winterkorn über den Einsatz von Betrugssoftware in den Dieselfahrzeugen seines Konzerns Bescheid? Aufschluss über diese Frage könnten zwei Dokumente aus dem Mai 2014 geben, die auf Beschluss des Landgerichts Stuttgart offengelegt werden müssen. Nach einem Bericht des Handelsblatts vom Donnerstag handelt es sich dabei um zwei Briefe, in denen der damalige Konzernchef detailliert über den Verstoß gegen US-Abgasvorschriften unterrichtet worden sei. Das wären immerhin 16 Monate vor dem Zeitpunkt, an dem US-Behörden den Skandal publik gemacht hatten und an dem Winterkorn nach seiner bisherigen Darstellung zum ersten Mal über den Betrug informiert wurde.

Die Schreiben stammten, heißt es in der Zeitung, von Bernd Gottweis, Leiter des Ausschusses für Produktsicherheit, und Frank Tuch, seinerzeit für die Qualitätssicherung zuständig. »Bei Real Driving Emission Tests (RDE) in den USA wurden die Stickoxidgrenzwerte deutlich überschritte...

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