05.03.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Ein Tempel für die Revolution

In der Bergkaserne über Caracas hat Hugo Chávez seine letzte Ruhe gefunden

André Scheer, Caracas

Diesen Besuch ließ sich Nicolás Maduro nicht nehmen: Als er sich am vergangenen Dienstag in Caracas offiziell als Kandidat für die Präsidentschaftswahl am 22. April einschrieb, machte er auf dem Weg zum Nationalen Wahlrat (CNE) Station in der ehemaligen Bergkaserne. Es war ein Besuch bei seinem Vorgänger, denn in dem Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Gebäude ist der Leichnam des am 5. März 2013 verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez aufgebahrt. Gemeinsam mit seinen engsten Beratern hielt Maduro an dem Sarkophag aus Marmor inne, die Hände auf die schwere Platte gelegt.

Die Bergkaserne, die seit 1981 als Militärhistorisches Museum dient, hat für die revolutionäre Bewegung Venezuelas eine besondere Bedeutung: Am 4. Februar 1992 richtete Chávez dort seinen Befehlsstand ein, als sich von ihm geführte Militärs gegen die Regierung des Sozialdemokraten Carlos Andrés Pérez erhoben. Die Rebellion scheiterte, doch der Aufstand machte den Comandante in der Bevölk...

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