02.03.2018 / Feminismus / Seite 15

Unhaltbare Zustände

In Berlin diskutierten Expertinnen und Feministinnen über die Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und Wege zur Selbstbestimmung

Jana Werner

Insbesondere jungen Frauen ist häufig nicht bewusst, dass der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland noch immer ein Straftatbestand ist. Diese Diskrepanz zwischen geltendem Recht und öffentlicher Wahrnehmung mache feministische Aufklärungsarbeit notwendig, so der Tenor der Fachkonferenz »Weg mit Paragraph 219a« am vergangenen Freitag an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Mit der Verurteilung der Frauenärztin Kristina Hänel wegen angeblicher »Werbung für den Schwangerschaftsabbruch« im November 2017, die nach Paragraph 219a des Strafgesetzbuchs (StGB) verboten ist, kam wieder Bewegung in die Debatte um das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper. 25 Jahre nach dem »Abtreibungskompromiss« von 1993, mit dem die DDR-Fristenregelung ad acta gelegt worden war, rückt die Tatsache, dass nicht nur »Werbung« für Abtreibungen, sondern auch der Eingriff selbst kriminalisiert ist, wieder ins öffentliche Bewusstsein. Das ist letztlich auch fundamentalistisc...

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